Das
Eine-Welt-Forum (EWF) Bonn bemüht sich seit Beginn der 90er Jahre, mit dem
beschleunigten Lauf der Geschichte Schritt zu halten. Die goldene Regel des
"Gemeinsam sind wir stärker" brachte damals ein knappes Dutzend Initiativen
dazu, sich gemeinsam auf die Durchführung von Veranstaltungen im Vorfeld der
500-Jahr-Feiern zur "Entdeckung Amerikas", zum UN-Gipfel "Umwelt und Entwicklung"
in Rio de Janeiro und zum gleichzeitig eingeläuteten europäischen Binnenmarkt
der EU zu konzentrieren.
Ungerechte Wirtschafts- und Handelsbeziehungen mit den Ländern des Südens, Schuldenproblematik, Entwicklungshilfepolitik, Kulturdialog, Menschenrechtsverletzungen, Konfliktursachen - um diese Themenfelder kreisten seitdem in unregelmäßigen Abständen die Versuche, mehr Verständnis in der Bonner Bevölkerung für die Probleme der so genannten Dritten Welt zu wecken bzw. nachvollziehbar zu machen, dass diese auch unsere Probleme sind.
Im Laufe des Jahrzehnts wuchs das EWF auf drei Dutzend Organisationen an - vor allem seit klar wurde, dass der Bundesstadt Bonn eine besondere Rolle in der Nord-Süd-Zusammenarbeit zukommen würde. Das Zusammenwirken fand seinen vorläufigen Höhepunkt in der kollektiv präsentierten Ausstellung im Museum Alexander Koenig "Von Wegen" im Frühjahr 1998, die die Auswirkungen der Globalisierung auf die Nord-Süd-Beziehungen in anschaulicher Weise zu vermitteln vermochte.